FH will Forschungsstandort im Bioenergiepark Saerbeck ausbauen

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FH will Forschungsstandort im Bioenergiepark Saerbeck ausbauen

Gebäude und Erweiterungsfläche gekauft / Kanzler Brebaum: „Da ist Musik drin“

„In diesem Standort ist Musik drin!“ Es lag Begeisterung in der Stimme von Guido Brebaum, Kanzler der Fachhochschule Münster, als er im Bioenergiepark der Klimakommune Saerbeck den symbolischen Schlüssel für das „Gebäude 07“ aus den Händen von Bürgermeister Wilfried Roos entgegennahm. Die FH hat die ehemalige Fahrzeug- und Wartungshalle auf dem Gelände des früheren Bundeswehrdepots Ende Oktober gekauft, zusammen mit einem 8000 Quadratmeter großen Grundstück. Das Gebäude war bereits in den vergangenen Jahren für das Projekt EnerPrax (Energiespeicher in der Praxis) angemietet. Dieser Forschungsstandort soll nun ausgebaut werden.

„Das ist ein absolutes Highlight für die Gemeinde Saerbeck und fügt sich nahtlos in die Entwicklung der Klimakommune ein“, freute sich Bürgermeister Wilfried Roos. Die Schlüsselübergabe war eine seiner letzten Amtshandlungen, bevor er zum 1. November in den Ruhestand ging. Der Fachbereich Energie-Gebäude-Umwelt will am Standort im Bioenergiepark „weitere Forschungs- und Entwicklungsprojekte“ im Bereich der Erneuerbaren Energie angehen, kündigte Prof. Wetter an. Geplant seien größere Investitionen unter anderem in ein Nachfolgeprojekt für „Enerprax“ inklusive des Ausbaus der installierten Speichertechniken mit einem Schwerpunkt auf Wasserstoff.

Grünen Strom liefern die Photovoltaik- und Biomasseanlagen und die Windräder im Bioenergiepark reichlich. Kurz vor der Beurkundung des Kaufs hatte zudem der weltweit aktive Hersteller von Wasserstoff-Elektrolyseuren Enapter angekündigt, in Saerbeck eine Fabrik für jährlich 100.000 Einheiten aufzubauen. Für Prof. Wetter „kondensiert sich damit das von der FH mit initiierte Gesamtbild des Kreises Steinfurt als Modellregion für Wasserstoffmobilität in Saerbeck“.

„Wir haben seit Jahren gute Verbindungen zur Klimakommune Saerbeck“, erklärte FH-Kanzler Brebaum. Für den Fachbereich Gebäude-Energie-Umwelt seien das Gebäude und die Fläche für einen Erweiterungsbau „eine sehr interessante Immobilie“, die auch weitere Forschende anlocken könne. Das Projekt Klimakommune und der Bioenergiepark in Saerbeck seien „untrennbar mit dem Namen Wilfried Roos verbunden, würdigte Brebaum die Verdienste des scheidenden Bürgermeisters.

Mit dem Ankauf unterstreiche die FH ihr Selbstverständnis als Innovationspartner der Region“, stellte Carsten Schröder, Vizepräsident für Transfer, Kooperation und Innovation, fest. Es handelt sich um das erste eigene Gebäude der Fachhochschule, die an ihren anderen Standorten Mieter des Landes NRW ist.